Samstag, 15. April 2017

Verstecken durch Zeigen

Marcus Klöckner auf Rubikon:

Die medial forcierte Demokratie-Illusion

Polit-Talkshows gehören zu den großen Filterblasen unserer Zeit. Sie geben vor, einen deliberativen Diskurs zu hegen, doch in Wirklichkeit sind sie nur eine Bühne zur Simulation von Diskurs.

Der Polit-Talk exerziert immer wieder aufs Neue die Methode „Verstecken durch Zeigen“. Getragen ist er von einem zustimmenden Glauben an die herrschenden Verhältnisse.

Die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit könnte kaum größer sein: Die großen Polit-Talkshows, wie sie mehrmals wöchentlich in den Fernsehkanälen zu finden sind, verstehen sich als öffentliche Diskursplätze für die großen politischen und gesellschaftlichen Themen unserer Zeit. Doch die Realität ist: Es handelt sich bei Ihnen um maßgeschneiderte Konzepte, deren Aufgabe es ist, ein ums andere Mal einen öffentlich-deliberativen Diskurs zu simulieren, mit dem Ziel, die politische Wirklichkeiten zu verschleiern.