Donnerstag, 8. Juni 2017

EU-Propaganda

Studie von Martin Höpner and Bojan Jurczyk für das Max-Planck-Institut für Gesellschaftsforschung (MPIfG):

How the Eurobarometer Blurs the Line between Research and Propaganda

Zusammenfassung
Dieses Paper unterzieht die zwischen 1995 und 2010 durchgeführten Eurobarometer-Umfragen einer kritischen Überprüfung und weist nach, wie Fragen so ausgewählt und formuliert werden, dass sie zu "integrationistischen" Ergebnissen führen. Die Verletzungen der Regeln guter Umfrageforschung betreffen die Nutzung von überkomplizierten, hypothetischen und wissensinadäquaten Fragen, die Vorgabe einseitig gepolter Antwortkategorien, Suggestivfragen, Kontexteffekte sowie die strategische Entfernung von Fragen, die in früheren Befragungswellen zu unerwünschten Ergebnissen führten. Es ist sehr unwahrscheinlich, dass diese Regelverletzungen unintendiert geschehen. Das Eurobarometer verwischt daher die Grenze zwischen Forschung und Propaganda.