Dienstag, 18. Juli 2017

EU, NGO und Echokammern

Tamar Kogman auf Novo:

Von Zweien, die sich gesucht und gefunden haben

Wie EU und NGOs unter dem Etikett der repräsentativen Demokratie eine exklusive Echokammer bilden

Seit mehr als 20 Jahren kämpft die EU mit wachsender Unpopularität. Es scheint, als würde die Hauptstrategie der Problembekämpfung in der Verstärkung der Bindung zur „Zivilgesellschaft“ 1 liegen. Während „Zivilgesellschaft“ eigentlich ein breit gefächertes Konzept meint, das für gewöhnlich mit basisdemokratischer Regierungsteilhabe assoziiert wird, wird es allzu häufig auf das Tun von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) reduziert. NGOs sind zumeist hoch professionalisiert, wohletabliert und via transnationaler Interessennetzwerke gut vernetzt – das gilt vor allem für den EU-Zusammenhang.